Thüringer Bach Collegium

Concerti – Prinz Johann Ernst von Sachsen-Weimar

CD: »Concerti – Prinz Johann Ernst von Sachsen-Weimar«
CD: »Concerti – Prinz Johann Ernst von Sachsen-Weimar«

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Die vorliegende Veröffentlichung ist die Debüt-CD des Thüringer Bach Collegiums und der Beginn der Zusammenarbeit mit audite. Die zweite CD (Werke von Johann Bernhard Bach) wird im Herbst 2019 veröffentlicht, weitere Einspielungen sind in Planung.

Prinz Johann Ernst IV. von Sachsen-Weimar (1696–1715) wurde von Johann Gottfried Walther unterrichtet, Johann Sebastian Bach schaute dem jungen Prinzen beim Komponieren ebenfalls über die Schulter und arrangierte einige der Konzerte des Prinzen für Cembalo oder Orgel für den Eigengebrauch. Den Violinkonzerten verlieh Georg Philipp Telemann den letzten Schliff. Das Ergebnis ist unverkennbar italienisch: mal funkelnd-virtuos, mal besinnlich-gesanglich – komponiert vom viel zu früh verstorbenen »Vivaldi von der Ilm«.

»Klassik-Entdeckung des Jahres (…) Der Sommer ohne diese Konzerte ist möglich, aber sinnlos Wie eine Windmaschine fegt das frisch gegründete Thüringer Bach Collegium in seinem Albumdebüt die Sinne frei, dass es eine Lust ist und alles leicht macht.«
(Die Welt, Elmar Krekeler)

Das Thüringer Bach Collegium unter der Leitung von Gernot Süßmuth hat die sechs Violinkonzerte von Prinz Johann Ernst, wie sie 1718 posthum von Telemann herausgegeben wurden, mit überbordender Spielfreude eingespielt. Ergänzt werden sie durch zwei weitere Konzerte, die in Originalstimmensätzen der Weimarer Hofkapelle erhalten blieben, ein Konzert für Trompete und Orchester sowie ein Konzert für zwei Violinen, das auf Grundlage von J. S. Bachs Bearbeitung »zurück arrangiert« wurde.

Die Einspielung ist eine Pioniertat, mit der ein zentrales Kapitel Weimarer Musikgeschichte wieder hörbar wird – eines, in dem auch die Werke des Hoforganisten Johann Sebastian Bach ihren Platz hatten. Die Konzerte des Prinzen entstanden zeitgleich mit Bachs Weimarer Kantaten und liefern wie kein anderer Werkkomplex den »Soundtrack« zum lebendigen Musikleben im Schloss. Die musikalische Perspektive war eine europäische. 1713 brach eine regelrechte ›Vivaldimania‹ aus; man arrangierte, komponierte und imitierte – nachzuhören in den Konzerten des Prinzen im feinsten Vivaldi-Stil.

»Geistreiche, klangvolle Musik, die das Ensemble unter Leitung von Gernot Süßmuth, der auch als virtuoser Solist fungiert, zum Leuchten bringt. Als Dreingabe hat Süßmuth ein Konzert für zwei Violinen rekonstruiert, was Bach hoch genug schätzte, um es für Cembalo zu bearbeiten.«
(concerti, Sabine Näher)

»(…) Prinz Johann Ernst von Sachsen-Weimar, der im Dunstkreis von Georg Philipp Thelemann, Johann Gottfried Walther und Johann Sebastian Bach eine Reihe barocker Virtuosenkonzerte schrieb, die in ihrer prächtig munteren Art an Vivaldi erinnern, und doch eine eigene Handschrift aufweisen (audite). Das Thüringer Bach-Collegium ermöglicht diese erstaunliche wie erfreuliche Entdeckung.«
(Süddeutsche Zeitung, Helmut Mauró)