Thüringer Bach Collegium

Die Auferstehung Christi, Missa Brevis – Anton Schweitzer

CD: Die Auferstehung Christi, Missa Brevis – Anton Schweitzer
CD: Die Auferstehung Christi, Missa Brevis – Anton Schweitzer

Die 3. CD des Thüringer Bach Collegiums mit Werken von Anton Schweitzer ist jetzt im Handel

Im dritten Jahr seines Bestehens bringt das Thüringer Bach Collegium sein dritte CD heraus. Eine Weltpremiere! Dafür konnten erfahrene und versierte Partner gewonnen werden: Die Plattenfirma Capriccio (Wien) hat die Einspielungen produziert, Deutschlandfunk Kultur das Konzert aufgenommen. Darüber hinaus wird das Thüringer Bach Collegium von Musikwissenschaftlern betreut, z. B. der emeritierten Hochschulprofessorin Prof. Dr. Helen Geyer (Musikwissenschaft) und dem Leiter des Thüringer Landesmusikarchivs, Dr. Christoph Meixner.

Nach langjähriger Restaurierung wurde die Arnstädter Oberkirche für diese Aufnahme erstmals wieder musikalisch genutzt. »Die ehemalige Wirkungsstätte Johann Sebastian Bachs mit ihrer wunderbaren Akustik ist für das Thüringer Bach Collegium quasi ein magischer Ort. Zudem haben wir uns die Oberkirche im Mai unter Coronabedingungen erschlossen, was hieß, dass wir in gebührendem Abstand zueinander musiziert haben.«, erinnert sich der künstlerische Leiter Gernot Süßmuth.

»Die lebendige Erstaufnahme des Thüringer Bach-Collegiums unter Gernot Süssmuth bei Capriccio macht dieses Werk zu einer lohnenden Entdeckung.«
(Neue Zürcher Zeitung NZZ)

»riesiges Vergnügen … ist es jetzt natürlich für die Zuhörer auch, die sich fragen, wie denn solch großartige Musik so lange vergessen sein konnte. Dass sie das nicht mehr ist, dafür sorgt das Thüringer Bach Collegium mit diesem überaus gelungenem neuen Album.« MDR Klassik

»The Thüringer Bach Collegium directed by Gernot Süßmuth performs to their usual high standards« WTJU 91.1FM University of Virginia

Orchestral Suites – Johann Bernhard Bach

CD: Orchestral Suites – Johann Bernhard Bach
CD: Orchestral Suites – Johann Bernhard Bach

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Preis der Deutschen Schallplattenkritik – Bestenliste

Bestenliste Preis der Deutschen Schallplattenkritik.


Johann Bernhard Bachs vier Orchestersuiten, einst komponiert für die Hofkapelle des kunstsinnigen Herzogs von Sachsen-Eisenach, gehören zur stilistisch vielfältigsten Musik, die der mitteldeutsche Hochbarock hervorgebrach hat. Und zur anspruchsvollsten. Nicht von ungefähr schwärmte Georg Philipp Telemann, für einige Jahre Kapellmeister in Eisenach, rückblickend: »Ich muß dieser Capelle, die am meisten nach frantzösischer Art eingerichtet war, zum Ruhm nachsagen, daß sie das parisische, so sehr berühmte Opern-Orchester übertroffen habe.« Johann Bernhard Bach war ab 1703 der Cembalist dieses Edelklangkörpers. Seine Orchestersuiten bieten gewissermaßen den einzigen erhaltenen »Soundtrack« zu dem glanzvollen musikalischen Leben am Eisenacher Hof der 1710/​20er Jahre. Und das kommt ganz kosmopolitisch daher, wahrhaft europäisch: Prickelnd virtuos wie ein feuriger Italiener, dabei elegant und geschmackvoll wie ein nobler Franzose. Mit anderen Worten: »Vermischter Geschmack«, für den die besten deutschen Komponisten des Spätbarock berühmt waren, in seiner feinsten Ausprägung. Kein Wunder, dass Johann Bernhard Bachs Orchersuiten auch zum Kernrepertoire von Johann Sebastian Bachs Leipziger Collegium Musicum gehörten. Und auch dessen Kompositionen unüberhörbar beeinflusst haben!

Dies alles ist für das Thüringer Bach Collegium Grund genug, mit seiner zweiten CD-Produktion die Entdeckungsreise durch die mitteldeutschen Residenzen fortzusetzen – und mit unbändiger Musizierfreude diese Brillanten früher Thüringer Orchesterkultur wieder lebendig werden zu lassen. Bon Appétit!

Concerti – Prinz Johann Ernst von Sachsen-Weimar

CD: »Concerti – Prinz Johann Ernst von Sachsen-Weimar«
CD: »Concerti – Prinz Johann Ernst von Sachsen-Weimar«

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International Classical Music Award

Nominiert für den International Classical Music Award.


Die vorliegende Veröffentlichung ist die Debüt-CD des Thüringer Bach Collegiums und der Beginn der Zusammenarbeit mit audite.

Prinz Johann Ernst IV. von Sachsen-Weimar (1696–1715) wurde von Johann Gottfried Walther unterrichtet, Johann Sebastian Bach schaute dem jungen Prinzen beim Komponieren ebenfalls über die Schulter und arrangierte einige der Konzerte des Prinzen für Cembalo oder Orgel für den Eigengebrauch. Den Violinkonzerten verlieh Georg Philipp Telemann den letzten Schliff. Das Ergebnis ist unverkennbar italienisch: mal funkelnd-virtuos, mal besinnlich-gesanglich – komponiert vom viel zu früh verstorbenen »Vivaldi von der Ilm«.

»Klassik-Entdeckung des Jahres (…) Der Sommer ohne diese Konzerte ist möglich, aber sinnlos Wie eine Windmaschine fegt das frisch gegründete Thüringer Bach Collegium in seinem Albumdebüt die Sinne frei, dass es eine Lust ist und alles leicht macht.«
(Die Welt, Elmar Krekeler)

Das Thüringer Bach Collegium unter der Leitung von Gernot Süßmuth hat die sechs Violinkonzerte von Prinz Johann Ernst, wie sie 1718 posthum von Telemann herausgegeben wurden, mit überbordender Spielfreude eingespielt. Ergänzt werden sie durch zwei weitere Konzerte, die in Originalstimmensätzen der Weimarer Hofkapelle erhalten blieben, ein Konzert für Trompete und Orchester sowie ein Konzert für zwei Violinen, das auf Grundlage von J. S. Bachs Bearbeitung »zurück arrangiert« wurde.

Die Einspielung ist eine Pioniertat, mit der ein zentrales Kapitel Weimarer Musikgeschichte wieder hörbar wird – eines, in dem auch die Werke des Hoforganisten Johann Sebastian Bach ihren Platz hatten. Die Konzerte des Prinzen entstanden zeitgleich mit Bachs Weimarer Kantaten und liefern wie kein anderer Werkkomplex den »Soundtrack« zum lebendigen Musikleben im Schloss. Die musikalische Perspektive war eine europäische. 1713 brach eine regelrechte ›Vivaldimania‹ aus; man arrangierte, komponierte und imitierte – nachzuhören in den Konzerten des Prinzen im feinsten Vivaldi-Stil.

»Geistreiche, klangvolle Musik, die das Ensemble unter Leitung von Gernot Süßmuth, der auch als virtuoser Solist fungiert, zum Leuchten bringt. Als Dreingabe hat Süßmuth ein Konzert für zwei Violinen rekonstruiert, was Bach hoch genug schätzte, um es für Cembalo zu bearbeiten.«
(concerti, Sabine Näher)

»(…) Prinz Johann Ernst von Sachsen-Weimar, der im Dunstkreis von Georg Philipp Thelemann, Johann Gottfried Walther und Johann Sebastian Bach eine Reihe barocker Virtuosenkonzerte schrieb, die in ihrer prächtig munteren Art an Vivaldi erinnern, und doch eine eigene Handschrift aufweisen (audite). Das Thüringer Bach-Collegium ermöglicht diese erstaunliche wie erfreuliche Entdeckung.«
(Süddeutsche Zeitung, Helmut Mauró)