Thüringer Bach Collegium

Ein neues Orchester für Alte Musik

Das Thüringer Bach Collegium

Thüringen wird oft als Bachland beschrieben, da der Barock-Komponist Johann Sebastian Bach (*1685 in Eisenach — †1750 in Leipzig) die ersten 30 Jahre seines Lebens in Eisenach, Arnstadt, Weimar und anderen Thüringer Städten verbrachte. Er entstammte einer Dynastie von Musikern, die zum Zeitpunkt seiner Geburt bereits seit 150 Jahren das Thüringer Musikleben prägte.

Er ist weltweit das bekannteste Mitglied der Musikerfamilie Bach. Thüringen »atmet« sozusagen Bach. Die Pflege des Bach’schen musikalischen Erbes hat in Thüringen eine lange Tradition. Obwohl seine Werke nach Bachs Tod in Vergessenheit gerieten, sind sie seit dem 19. Jahrhundert nicht mehr aus der klassischen Musik wegzudenken. Davon zeugen viele Konzerte und Festivals, die ihm und seiner Musik huldigen. Bach hat auf vielen Gebieten der Musik Bahnbrechendes geschaffen und zur Weiterentwicklung musikalischer Formen und der Musiksprache beigetragen. Einige seiner Werke überschreiten den tradierten Formenkanon weit. Daher ist der Bach im Namen des neuen Ensembles nicht nur Hinweis auf die programmatische Gestaltung sondern auch Anspruch auf einen neuartigen, frischen und mitreißenden Klang.

Das Thüringer Bach Collegium – Alte Musik zu neuen Ufern

Ein neuer Stern am Himmel für Alte Musik geht in Weimar auf. Das Thüringer Bach Collegium spielt Werke von Johann Sebastian Bach, seinen Vorfahren (Altbachisches Archiv), seinen Söhnen und seinen Zeitgenossen in historisch informierter Aufführungspraxis auf alten Instrumenten.

Die Gründer sind zwei »alte Hasen« im Orchesterbetrieb der Thüringer Kulturlandschaft. Geleitet wird das Ensemble von Gernot Süßmuth, dem Nachfolger Johann Sebastian Bachs als Konzertmeister der Staatskapelle Weimar. Geschäftsführer und Kontrabassist ist Christian Bergmann, der seit 17 Jahren in der Staatskapelle Weimar spielt. Beide sind seit frühester Kindheit und Jugend mit der Musik von J. S. Bach verbunden. Christian Bergmann ist beispielsweise in Arnstadt geboren und in der Bachkirche getauft.

Wahre Könner und Kenner mit Erfahrung und Spielfreude

Thüringer Bach Collegium · Gruppenbild
Thüringer Bach Collegium · Gruppenbild

Die Gründer und weitere Mitglieder des Thüringer Bach Collegiums haben langjährige Erfahrungen als Solisten und Stimmführer in großen Sinfonie- und Opernorchestern. Je nach Bedarf ergänzen freischaffende Musiker, die Experten auf dem Gebiet der alten Musik sind, das Ensemble. Dazu gehören insbesondere Spieler von Spezialinstrumenten, die nicht im klassischen Orchester gespielt werden, wie Gambe, Blockflöte, Naturhorn und Barocktrompete.

Sie alle lassen ihr Knowhow aus der Arbeit mit großen Dirigenten und Solisten einfließen. Ihr großer Erfahrungsschatz aus der Musikkultur bis hin zur zeitgenössischen Musik, kombiniert mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen der historischen Aufführungspraxis, soll das aktuelle Konzert-Angebot im Bereich Alte Musik und Barockmusik ergänzen und auffrischen. Die regelmäßige Zusammenarbeit mit international renommierten Dirigenten und Solisten erweitert das Spektrum des Orchesters.

Instrumente – Zeitzeugen ihrer Epoche

Das Thüringer Bach Collegium spielt auf wertvollen historischen Streichinstrumenten, z. B. Violinen von Giovanni Grancino, beziehungsweise Kopien historischer Blasinstrumente. Die Streichinstrumente sind alle um die 300 Jahre alt. Sie sind also schon zu Lebzeiten Johann Sebastian Bachs gespielt und gehört worden.

Mitglieder

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Dagmar Spengler-Süßmuth

Dagmar Spengler-Süßmuth, Solocellistin der Staatskapelle Weimar, erhielt ihren ersten Cellounterricht an der Musikschule Marl bei Zoltan Thirring und Klaus Baumeister. Sie studierte bei Prof. Claus Kanngiesser an der Hochschule für Musik Köln und folgte nach ihrer Künstlerischen Reifeprüfung 1998, die sie »mit Auszeichnung« bestand, der Einladung von Bernard Greenhouse in die USA. Im gleichen Jahr wurde sie Stipendiatin des Deutschen Musikwettbewerbs Bonn mit dem Rebecca-Clarke-Trio (Klaviertrio).

2001 schloss sie ihr Studium an der Hochschule für Musik Köln mit dem Konzertexamen ab. Zahlreiche internationale Meisterkurse u. a. bei David Geringas, Bernard Greenhouse, Lluis Claret und dem Alban Berg Quartett erweiterten ihre musikalische Ausbildung.

Dagmar Spengler spielte als Solocellistin im »Folkwang Kammerorchester Essen« und war von August 2001 bis August 2003 Cellistin der Sächsischen Staatskapelle Dresden (Semperoper).

Seit Oktober 2004 unterrichtete sie wiederholt an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und am Musikgymnasium Schloß Belvedere. Dagmar Spengler war 2006 Dozentin bei der Internationalen Bachakademie Stuttgart in Krakau unter der Leitung von Helmuth Rilling und musizierte im Bachcollegium Stuttgart.

Dagmar Spengler widmet sich intensiv der Kammermusik in den unterschiedlichsten Besetzungen, so z. B. mit dem Sextett »Vivace!« und im Duo mit dem Pianisten Oliver Drechsel. 2001 brachte das Duo seine CD »dialogo« heraus.

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Gernot Süßmuth

Gernot Süßmuth, begann seinen musikalischen Werdegang früh. Im Alter von 9 Jahren trat er das erste Mal als Solist vor ein Orchester. Es folgten Preise bei Kinder-und Jugendwettbewerben.

Mit 16 Jahren wurde er an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin immatrikuliert. Sein Violin-Studium bei Prof. Heinz Schunk beendete er 1984 mit dem Solisten-Diplom. Nach dem Studium engagierte ihn das Rundfunk-Sinfonie-Orchester Berlin als Konzertmeister.

Von 2000–2002 war er Konzertmeister der Staatskapelle Berlin, und seit August 2002 ist er als erster Konzertmeister der Staatskapelle Weimar tätig. Gernot Süßmuth ist ein gefragter Partner in der Kammermusik.

Von 1983 bis März 2000 widmete er den größten Teil seiner Zeit dem Streichquartettspiel im Petersen-Quartett, mit dem er auf den großen Konzertpodien der Welt musizierte, zahlreiche CDs produzierte, von denen einige prämiert wurden. Zur Jahrtausendwende gründete er gemeinsam mit seinem ehemaligen Quartettkollegen Hans-Jakob Eschenburg das Aperto Piano Quartett.

Neben seiner Quartettarbeit tritt er regelmäßig als Solist auf und musiziert gemeinsam mit anderen renommierten Kammermusikpartnern, u. A. Steven Bishop, Paul Meyer sowie Norbert Brainin und Martin Lovett – im November 2001 mit Daniel Barenboim zu den Furtwängler-Tagen in Jena.

Gernot Süßmuth ist künstlerischer Direktor des European Union Chamber Orchestra, Konzertreisen führten ihn als Leiter und Solist dieses Ensembles durch Deutschland, in verschiedenen Länder Mittel- und Südamerikas sowie England. Seit mehreren Jahren widmet er sich der Ausbildung des musikalischen Nachwuchses an den Musikhochschulen in Berlin und Weimar, 2004 folgte er dem Ruf als Honorar-Professor an die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Im Jahr 2008 gründete Gernot Süßmuth gemeinsam mit seinen Freunden Mirijam Contzen, Ulrich Eichenauer und Peter Hörr das Waldstein Quartett. Seit 2018 ist er der Künstlerische Leiter des Thüringer Bach Collegiums.

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Christian Bergmann

Christian Bergmann, geboren am 1. Mai 1974 in Arnstadt, studierte ab 1990 an der Weimarer Hochschule für Musik Franz Liszt bei Professor H. D. Wenkel Kontrabass. Er schloss sein Studium 1998 »mit Auszeichnung« und dem Konzertexamen ab.

Meisterkurse bei den Professoren Janne Saksala, Michinori Bunya und Günter Klaus vervollkommneten seine Ausbildung. Bereits während des Studiums begann er eine umfangreiche solistische und kammermusikalische Tätigkeit.

Konzertreisen führten ihn in fast alle europäischen Länder und mehrfach nach Asien. Nach Verträgen im »Gewandhausorchester Leipzig« und dem »WDR Sinfonieorchester Köln« ist er seit 2001 Mitglied der Staatskapelle Weimar.

Mehrere deutsche Orchester buchen ihn regelmäßig, darunter das Orchester der »Deutschen Oper Berlin«, die großen Rundfunk-Sinfonie-Orchester in Köln, Berlin und Leipzig, das »Philharmonische Staatsorchester Hamburg« und die »Bamberger Symphonikern«. Er ist Jurymitglied bei »Jugend musiziert« auf Landes- und Bundesebene sowie Registerdozent für verschiedene Jugendorchester.

Christian Bergmann war von 2012–2018 Vorsitzender des Orchestervorstandes der Staatskapelle Weimar und Vorsitzender der Thüringer Orchesterkonferenz. Er war ebenfalls Präsidiumsmitglied und Vertreter der Deutschen Orchester Vereinigung (DOV) im Landesmusikrat Thüringen. Seit 2018 ist er Gründungsmitglied und Geschäftsführer des »Thüringer Bach Collegiums«.

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Alexandre Castro-Balbi

Alexandre Castro-Balbi, geboren 1991 in Besançon, wuchs in einer musikalischen Familie lateinamerikanischen Ursprungs auf. Im Alter von sieben Jahren bekam er seinen ersten Cellounterricht bei György Adam am Conservatoire de Besançon.2004 schloss er das Conservatoire mit dem Diplôme d‹Études Musicales ab und setzte seinen Unterricht im folgenden Jahr bei Marc Coppey am Conservatoire de Paris fort. Zwei Jahre später begann er sein Studium am Conservatoire Supérieur de Paris (CNSM) bei Philippe Muller, das er mit dem Master abschloss. Anschließend vertiefte er seine Studien bei Prof. Wolfgang Emanuel Schmidt an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar.

Nachdem er im Rahmen von ERASMUS ein Semester an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin bei Claudio Bohórquez studiert hatte, ging er für ein weiteres Semester zu Clemens Hagen ans Mozarteum Salzburg. Darüber hinaus nahm er an zahlreichen Meisterkursen teil, u. a. bei Steven Isserlis, László Fenyő, Lluís Claret, Sadao Harada, Peter Bruns, Raphaël Pidoux und Xavier Gagnepain.

Alexandre Castro-Balbi gewann mehrere internationale Preise, darunter den zweiten Preis und den Sonderpreis der »Carlos Prieto International Cello Competition« in Morelia (Mexiko) und den zweiten Preis beim »Prince of Asturias Villa de Llanes«-Wettbewerb in Spanien. Beim »Internationalen Wettbewerb Franz Schubert und die Musik der Moderne« in Graz wurde ihm mit seinem Klaviertrio »Suyana« der zweite Preis sowie der Sonderpreis für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Werks verliehen.

Bereits mit 19 Jahren erreichte Castro-Balbi 2010 das Halbfinale des ARD-Musikwettbewerbs in München. Er gewann Stipendien bei der Yamaha Music Foundation of Europe, der Académie musicale de Villecroze sowie der Stiftung für junge Musiker in Besançon. Er wurde zu zahlreichen internationaler Festivals eingeladen, u. a das »Festival internacional de cello«, Lima (Peru), »Festival Prince of Asturias« (Spanien), Festival »Music in the Mountains«, Colorado (USA), »Festival international de musique de Besançon« und das Festival der »Villa Musica«.

Als Solist konzertierte er mit dem Münchener Kammerorchester, der Jenaer Philharmonie, dem Budapester Kammerorchester, dem Orquesta Sinfónica Nacional de Panamá, dem Berlin-Brandenburgischen Sinfonieorchester, dem Orchestre du Conservatoire National Supérieur de Paris, dem Landesjugendorchester Peru und dem Orchestre Philharmonique de Besançon unter namhaften Dirigenten wie Seiji Ozawa, Myung-Whun Chung, Péter Csaba und Zsolt Nagy in der Berliner Philharmonie, der Salle Pleyel, dem Théâtre des Champs-Elysées, der Münchener Philharmonie, der Victoria Hall Genf, dem Teatro Nacional Madrid, dem Musikverein Graz und im Solitär Salzburg. 2017 spielte er das Lalo-Cellokonzert als Solist der Staatskapelle Weimar unter Stefan Lano.

Seine Kammermusikpartner sind u. a. Lucas Debargue, Markus Groh, Natasha Prischipenko, Christophe Giovaninetti, Svetlin Roussev, Diana Ligeti, Mayu Kishima, Marc Bouchkov, Marie Chilemme, Adrien Boisseau, Regis Vincent, Lena Semenova, Guillaume Chilemme, David Castro-Balbi und Thibaud Epp. Alexandre Castro-Balbi ist seit 2015 Solo-Cellist des Deutschen Nationaltheaters und der Staatskapelle Weimar.

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Jörg  Reddin

Jörg Reddin, 1973 in Rostock geboren, begann nach anfänglichem Klavierunterricht 1988 die Ausbildung an der Orgel in seinem Heimatort Warnemünde. Nach berufsausbildenden Ausflügen in die Offsetdruckwelt und das kaufmännische Rechnungswesen wurde ihm klar, dass das nicht seine hauptsächlichen Lebensaufgaben werden.

1996 gewann er den 1. Preis beim Internationalen Orgelwettbewerb der Hansestädte in Elburg (Holland). Nach Studien für Kirchenmusik und Gesang in Hamburg, Wien und Halle/​Saale arbeitete er als Kirchenmusiker an der Bismarck-Gedächtniskirche in Aumühle, der Stiftskirche Bützow, der Stadtkirche Malchow und der St. Marlenkirche Plau am See.

Seit September 2013 ist er als Kirchenmusiker in Arnstadt für alle Kirchen der evangelischen Kirchengemeinde- nicht zuletzt die Johann-Sebastian-Bach-Kirche- und als Kreiskantor für den Kirchenkreis Arnstadt-llmenau tätig. Er bekleidete Lehraufträge für Gesang und Klavier an verschiedenen Musikschulen, arbeitet als Sänger im Lied- und Oratorienbereich und führt eine rege Konzerttätigkeit als Organist im ln-und Ausland (u. a. Norwegen, Holland und Finnland).

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Jonathan Kliegel

Jonathan Kliegel begann mit sechs Jahren in seiner Heimatstadt Weimar mit dem Violinspiel bei Wolfram Schiecke und besuchte als Schüler das Musikgymnasium Schloss Belvedere Weimar, wo er später von Ursula Dehler unterrichtet wurde. Kurz vor dem Abitur wechselte er zur Bratsche. Entscheidend geprägt hat ihn sein siebenjähriges Studium bei Ditte Leser und Brich Krüger an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Dieses wurde ergänzt durch einen einjährigen Aufenthalt in Luzern, wo er wertvolle Impulse von Isabel Charisius bekam.

Jonathan Kliegel war Mitglied der Deutschen Streicherphilharmonie unter Leitung von Michael Sanderling. Dort entwickelte er seine Leidenschaft zum gemeinsamen Musizieren. Diese bringt er in die unterschiedlichsten Ensembles und seit 2016 als festes Mitglied in die NDR Radiophilharmonie Hannover ein.

Im Sommer 2011 erhielt er beim internationalen Brahmswettbewerb in Pörtschach einen Stipendienpreis und gewann 2013 im Wettbewerbskonzert der Frühlingsakademie in Neustadt an der Weinstraße den 1. Preis.

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David Castro-Balbi

David Castro-Balbi wuchs in einer Familie mit langer musikalischer Tradition auf. Im Alter von fünf Jahren erhielt er seinen ersten Geigenunterricht bei Bernard Mauppin. Mit 13 Jahren absolvierte er sein Musik-Diplom (DEM) am Konservatorium Besançon. 2007 wurde er in der Klasse von Larissa Koloss am Pariser Konservatorium angenommen, wo er zwei Jahre später den Prix Supérieur erhielt. Im selben Jahr begann er sein Studium am Pariser Nationalkonservatorium (CNSMDP) bei Svetlin Roussev. Er ist Gründungsmitglied des Klaviertrios »Suyana«, das in die Kammermusikklasse des Quatuor Ysaÿe am Pariser Konservatorium aufgenommen wurde. Er ist Preisträger der Académie Internationale des cimes de Val d’Isère (unter der Leitung von Prof. Larissa Koloss).

2009 erhielt David Castro-Balbi im Alter von 15 Jahren die Einladung, mit der Académie Internationale de Musique in der Victoria Hall in Genf sowie im Théâtre du Champs Elysées in Paris unter der Leitung von Seiji Ozawa zu spielen. Er ist erster Preisträger mehrerer nationaler und internationaler Wettbewerbe für Violine und Kammermusik, gewann u. a. den ersten Preis der »Young Artist Competition« in Colorado (USA) sowie den ersten Preis des Ersten Internationalen Violinwettbewerb Mirecourt, wo er das Mendelssohn-Konzert mit dem Orchestre National de Lorraine unter der Leitung von Jacques Mercier spielte. Er ist darüber hinaus mehrfacher Preisträger des internationalen »Jeunesses musicales de Belgrad«, wo er das 1. Violinkonzert von Schostakowitsch mit dem RTS Symphony Orchestra Belgrad spielte. 2012 führte er das Saint-Saëns-Konzert op. 20 sowie die Havanaise mit dem Bordeaux String Ensemble unter der Leitung von Jean-Jacques Kantorow auf.

Als Kammermusiker gewann er den 2. Preis und Sonderpreis für die beste Interpretation zeitgenössischer Musik beim Internationalen Wettbewerb »Franz Schubert und die Musik der Moderne« in Graz. Mit seinem Trio »Suyana« gewann er den ersten Preis beim internationalen Wettbewerb Bacewic in Lodz, Polen. Im Oktober 2013 wurde David Castro-Balbi mit dem 1. Preis und vier Sonderpreisen beim Louis Spohr Wettbewerb in Weimar ausgezeichnet.

In der Spielzeit 2015/​16 wurde er als Konzertmeister des Philharmonischen Orchesters Altenburg-Gera engagiert. Ab März 2017 war er Stimmführer der 2. Geigen der Staatskapelle Weimar. Seit April 2018 ist David Castro-Balbi Konzertmeister der 2. Geigen des Gewandhausorchesters Leipzig.

David Castro-Balbi absolviert derzeit sein Konzertexamen an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar bei Prof. Friedemann Eichhorn, wo er bereits erfolgreich sein Master-Studium abschloss. Er spielt eine Geige, die speziell für ihn von Jacques Fustier gefertigt wurde (mit Unterstützung von CIC Nord) sowie eine Giovanni Battista Guadagnini und ehemalige Spohr-Geige, gesponsert von Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar.

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Irina Zwiener

Irina Zwiener will schon mit 4 Jahren, so wie ihr Vater, die Violine spielen, bekommt von ihm auch den ersten Unterricht und besucht einige Jahre später das Konservatorium in Nantes. 2002 gewinnt sie dort den »Prix de Violon« und den »Prix de musique de chambre«.

Ihre Suche nach weiterer Entwicklung führt sie nach Deutschland, wo sie an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig in der Klasse von Mariana Sirbu ihre Studien fortsetzt. Im Jahr 2006 kehrt sie zu den Wurzeln ihrer Familie zurück und verbringt ein Semester an der Musikhochschule Bukarest, um von dem Violinisten Stefan Gheorghiu weitere Anregungen zu bekommen.

2008 macht sie ihr Abschlussdiplom in Leipzig und wird Stipendiatin der Akademie des Gewandhausorchesters, wo Impulse u. a. von Sebastian Breuninger, Andreas Seidel und Henrik Hochschild ihre Entwicklung abrunden.

2014 studiert sie Barockvioline in der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar bei Nadja Zwiener. Ihre neue musikalische Heimat hat Irina Zwiener 2015 in der Staatskapelle Weimar gefunden, in der sie Vorspielerin der 2. Violinen ist.

Thüringer Kulturbotschafter

»Das Thüringer Bach Collegium steht für immense Spielfreude und Energie. Unsere Konzerte sollen die Zuhörer berühren und in eine Welt jenseits des Alltags eintauchen lassen.«, beschreibt Christian Bergmann die Motivation des neu gegründeten Ensembles. »Wir vereinen hochqualifizierte Musikerinnen und Musiker aus ganz Thüringen. Wir möchten als Botschafter aus dem Bachland Thüringen in die Welt ziehen, um Thüringer Musikkultur und vor allem den reichen Schatz an Barockmusik, zu präsentieren. Sprach- und generationenübergreifend lässt Musik beim Zuhörer – im wahrsten Sinne des Wortes – etwas ›klingen‹. Die Barockmusik hat viele Stücke hervorgebracht, die mittlerweile auch unbewusst einem breiten Publikum, z. B. aus der Werbung und Filmen bekannt sind. Um möglichst viele Menschen zu erreichen, treten wir auf Festivals und in (Bach-)Kirchen auf. Hier ist die Hemmschwelle niedriger, als beispielsweise bei einem Theater oder Opernhaus, zu dessen Repertoires weniger die Barockmusik zählt.«